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Biometrie hält auf dem iPhone Einzug

By on 23. Mai 2011

Entsperren des iPhone mittels Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, das klingt schon recht fortschrittlich. Aber warum nicht?! Das dachte ich mir zumindest, als ich Ende letzter Woche entsprechende Meldungen in verschiedenen Nachrichten gelesen habe. Also wollte ich mir das Feature auch mal genauer ansehen.

Als erstes fällt auf, dass die Jailbreak-Anwendung RecognizeMe mit sieben Dollar ganz ordentlich zu Buche schlägt. Das Ergebnis ist dagegen eher mau: Wie auch im nachfolgenden Video zu sehen, lässt sich die Passgenauigkeit zwar einstellen, aber man bekommt entweder viel zu viele Treffer oder überhaupt keinen (nicht mal den eigenen). Von daher eher suboptimal. Und selbst wenn die Gesichtserkennung funktioniert, dauert es viel viel länger als mit dem normalen Entsperrcode.

Die zweite Variante könnte über einen Fingerabdruck-Scan laufen. Dafür hat Fulcrum Biometrics eigens  ein “FbF” iPhone-Case zum Einsammeln von Fingerabdrücken entwickelt. Die Zielgruppe dieser Anwendung, die mit 600 Dollar noch weniger für den Endverbraucher geeignet ist, zielt eher auf Strafverfolgungsbehörden und Mediziner ab. Diese können über die Identifikation einfach und unkompliziert Daten abgleichen oder Fingerprints sichern.

Bei einer so ausgefeilten Anwendung können selbstverständlich von den Nutzern selbst iOS-Applikationen geschrieben werden. Die benötigte iOS-Bibliothek kostet nochmals 500 Dollar.

Fazit: Technisch und theoretisch könnte die Biometrie also auf dem iPhone Einzug halten; in der Praxis werden wir uns wohl noch eine Weile gedulden müssen, bis bezahlbare oder kostenlose Applikationen in unseren Alltag integriert werden.