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Handy-Abzocke: Worauf Sie bei Apps mit Werbung achten müssen

By on 21. Juni 2012

Werbebanner auf dem Smartphonebildschirm sind bei kostenlosen Apps keine Seltenheit. Im harmlosen Fall sind sie nervig, im schlimmsten Fall aber wird’s teuer, wenn der iPhone-Nutzer dabei regelrecht abgezockt wird.

Das Geschäft mit der Werbung ist nicht nur bei Apps, sondern im ganzen Internet verbreitet. Blinkende Schrift und große Banner machen auf die unterschiedlichsten Dienste auf dem Handy und im Netz aufmerksam. Doch die Spielregeln für faires Werben werden hier nicht immer eingehalten.

Rechtslage bei der Handy-Abzocke

Generell ist es erlaubt, mit Werbebannern bei den Nutzern von Apps auf iPhone und Co. zu werben. Illegal wird es allerdings, wenn Nutzer mit einem Klick auf die Werbung ungefragt und unbemerkt ein teures Abo abschließen. Im Gegensatz zu den diversen Abofallen im Netz bekommt der Nutzer diese Handy-Abzocke überhaupt nicht mit, denn statt einer Aufforderung zur Überweisung der Kosten auf Rechnung wird das Geschäft über den Netzbetreiber abgewickelt.

Ruhe bewahren und widersprechen

Grundsätzlich sollten Sie es vermeiden, Apps mit Werbung auf ihrem iPhone zu installieren. Sie bieten den idealen Nährboden für Handy-Abzocke. Haben Sie doch einmal auf einen Werbebanner geklickt und einen unseriösen Anbieter erwischt, gilt es, Ruhe zu bewahren. Mit einem Blick auf ihre Handyrechnung entlarven Sie zunächst die ungewollte Abofalle. Danach rät Stiftung Warentest die Dienste des Drittanbieters unverzüglich beim Netzanbieter und bei dem Drittanbieter selbst, schriftlich zu widersprechen. Bekommen Sie das Geld trotzdem nicht zurückerstattet, sollten Sie sich an die Verbraucherzentrale wenden.

Beispiele für Abofallen

Auf dem Portal von Stiftung Warentest berichten zwei Nutzer über ihre Erfahrungen in Sachen Abofalle. „Erst nach langwieriger Recherche fand ich heraus, dass ich ein „Jamba TopGrafik Sparabo zum Preis von 4,99 EUR pro Woche, bestellter Dienst: Farblogo – Avatar“ bestellt haben sollte“, berichtet ein Nutzer. Ein weiterer erzählt, er sei in eine böse Abofalle von Carmunity getappt. Während der Widerspruch beim Jamba-Sparabo Wirkung zeigte, verlor der Nutzer der Carmunity Abofalle ganze 70€ an die Handy-Abzocke.