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iPhone Tracker visualisiert die gespeicherten Geodaten des mobilen Endgerätes

By on 25. April 2011

Die Veröffentlichung einer quellenoffenen Mac-Anwendung, die es ermöglicht, die in Apple-Geräten aufgezeichneten Bewegungsdaten auszulesen und in einer Karte anzuzeigen, hat in den letzten Tagen für recht viel Wirbel gesorgt. Neben Apple Geräten sind auch Android und Windows Mobile Smartphones betroffen.

Recht kontrovers wird diskutiert, welche Datenschutzrechtlichen Konsequenzen diese Entdeckung haben könnte. Konkret haben Pete Warden und Alasdair Allan mit dem iPhone Tracker eine Anwendung entwickelt, die auf die aufgezeichneten Geodaten und ihren Zeitstempel zugreifen und die Angaben dann in Karten visualisieren. So entsteht ein Bewegungsprofil des iPhone-Nutzers, das nicht nur ihm zugänglich ist, sondern ganz leicht von anderen über das Backup des Telefons abgerufen werden kann. Dazu muss man das Telefon nur ein paar Minuten in Besitz haben. Solche Bewegungsdaten werden bei Apple ab der Software Version OS 4 aufgezeichnet.

Für alle, die jetzt bereits die Horror-Vision der eifersüchtigen Ehefrau im Kopf haben, die ihrem Liebsten so ganz einfach auf die Schliche kommt – so schlimm ist es im Augenblick noch nicht, denn die Entwickler des iPhone Tracker haben eine Unschärfe eingebaut, die die Genauigkeit nicht bis auf Straßen herunterbrechen kann. Es sind auch nur größere Zeitabstände zu visualsieren. Zudem werden die Daten ungenauer, wenn die GPS-Funktion nicht aktiviert ist, was sich auch auf die Akku-Leistung negativ auswirkt.

Apple hatte sich die Speicherung der Geodaten in einer Datenschutzrichtlinie abgesichert – vermutlich weil das Unternehmen an Funktionen arbeitet, die auf genau diese Daten zurückgreifen müssen. Mittlerweile sollte jeder Nutzer, der Wert auf seine Privatsphäre legt, diese entsprechend schützen. Dazu kann das Backup mit den sensiblen Daten in iTunes verschlüsselt werden. Oder man hat die Möglichkeit, in den Systemeinstellungen des Gerätes die Standortbestimmung deaktiviert werden. Dazu einfach unter „Einstellungen“ -> „Ortungsdienste“ für jede App auswählen, ob auf Standort-Daten zurückgegriffen werden darf. Bei Apps wie Around me, die Restaurants, Ärzte und Geschäfte in der Umgebung anzeigt, macht es ja durchaus Sinn.