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Multi-Touch: Mehr als nur eine Berührung

By on 15. März 2010

Die neue Berühr-Dreh-und Zoom-Funktion, die aus dem Zusammenspiel von Fingern auf eine berührungsempfindlichen Displayoberfläche rührt, ist in aller Munde. Lesen Sie mehr über die Hintergründe der bahnbrechenden Multitouch-Technologie.

Multitouch: Von damals zu heute

Vor 5 Jahren hätten die Leute nur verdutzt geguckt, wenn man mit Zeigefinger und Daumen versucht hätte, am Handydisplay herumzuspielen und auf die Idee zu kommen, mit einer solchen Bewegung das Display-Bild zu beeinflussen. Heute ist diese Technologie auf Eingabegeräten wie dem iPhone Gang und Gebe. Mit anderen Worten ist die Technologie heute massenmarktfähig. Die Popularität von mobilen Touchscreen-Geräten belegen diese Tatsache.

Multitouch: Geschichtlicher Hintergrund

Die Forschung zu dieser Technologie begann bereits zu Beginn der 90er Jahre. Die University of Toronto gehörte zu den ersten und führenden Institutionen, die mit der Forschung begannen. Im Jahre 2006 wurde ein gewisser Jeff Han dafür bekannt, dass er einen Prototypen eines Multi-Touch-Geräts der Öffentlichkeit vorführte. Das Ergebnis seiner Vorführung wurde direkt ins Netz gestellt und hat sehr schnell an Beliebtheit und vor allem Anerkennung gewonnen. Jeff Han war ebenso der erste, der diese neuartigen Geräte erfolgreich vermarktete. Durch seinen Erfolg war es ihm möglich, eine Firma names Perceptive Pixel zu gründen, welche Multi-Touch-Wände an die CIA verkaufte. Das erste Gerät, das die Multi-Touch-Technik massenmarktfähig machte, war das iPhone aus dem Hause Apple. Die Technik ist für Konsumenten mit der Einführung des ersten iPhones im Jahr 2007 möglich worden. Apple hat sich alsdann die Multitouch-Technik patentieren lassen und ist als Marke nun geschützt.

Multitouch: Funktionsweise

Bei Mutil-Touch handelt es sich um einen kapazitives bzw. optisches berührungsempfindliches Display. Dabei reagiert die Oberfläche auf verschiedene Arten von Fingerbewegungen. Das Resultat dieser Fähigkeit besteht zumeist im Vergrössern, Verkleinern und Drehen des Displayinhalts. Diese Manipulation erfolgt durch das Voneinanderweg bewegen von Zeigefinger und Daumen oder einer Rotation der beiden Finger. Technisch gesehen bestehen kapazitive Systeme wie das iPhone aus einer Glasscheibe, die Metall-Oxid enthält. Diese Glasscheibe wird quasi aufgeladen. Durch dieses Aufladen entsteht ein elektrisches Feld. Berührt man nun mit einem Finger die Oberfläche, wird diese Ladung in einen anderen Zustand überführt. Dabei errechnen die Sensoren die Genauigkeit der Berührung. Wichtig ist dabei, dass nur Finger verwendet werden können, da nur Finger (oder ähnliche Gegenstände) in der Lage sind, den Transport der Ladung auszuführen.

Fazit: Multitouch multifunktionell

Für den Endverbraucher stellt die Technologie noch heute ein kleines Wunder dar. Die ausgeklügelte Technik ist ein Grund für den immensen Erfolg, den Apple mit seinen Smartphones bisher geniesst. Seit der Einführung des iPhones versuchen Mitbewerber die Technik zu kopieren und sich zu eigen zu machen. Gewinner bei dem Ganzen ist der Verbraucher, der heute aus einer Vielzahl von Multitouch-Geräten auswählen kann. Es bleibt abzuwarten, was die nächste Display-Generation leisten kann.

Foto: Sandor Jackal – Fotolia.com