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Nokia Ovi Store: Aufspringen auf das mobile App-Zeitalter

By on 27. März 2010

Seit Mitte 2009 ist nun auch Nokia mit von der Partie und verkauft mobile Apps an seine Smartphone-User. Erfahren Sie hier mehr darüber.

Ovi Store: Mitmischen im grossen Apps-Geschäft

Der Ovi-Store bietet Spiele, Videos, Musik, Programme, Klingeltöne und Hintergrundbilder für Smartphones an. Das gesteckte Ziel von Nokia: Das Erreichen von ca. 50 Millionen aktiven Nutzern. Der von Nokia gepriesene Store hatte zunächst mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Zu erreichen ist der Ovi-Store über all jene Nokia-Geräte, auf denen das Symbian OS läuft, also quasi nur auf den Smartphones. Hat man ein neues Nokia-Gerät gilt es, sich zunächst für den Dienst zu registrieren. Ist dieser Schritt einmal vollzogen, kann der User sich entweder über das Endgerät direkt oder vorzugsweise online die Applikationen herunterladen.

Ovi Store: Das Problem der Transparenz

Der Store ist unterteilt in 4 verschiedene Kategorien: “Audio und Video”, “Games”, “Programme” und “Personalisierung”. Etwa 700 mobile Anwendungen (Stand 2009) stehen derzeit im Store zu Verfügung. Kritik: Es sind lediglich rund 4 % (entspricht 30 Programmen) der Programme kostenlos zu haben. Ebenfalls zum Ärgernis einiger Kunden ist die Preispolitik im Store, denn Programme kosten zwischen 1,99 € und 24,99€. Bezahlen lassen sich die Anwendung entweder durch Premium-Sms, Internet-Abrechnung, Kreditkarte oder Debitkarte. Bankeinzug oder Rechnungsausstellung sind nicht möglich. Die Programmierer müssen eine einmalige Gebühr zahlen und können dafür den Preis für ihre Apps selber bestimmen. Nun wird es ein wenig kompliziert: Der Entwickler erhält 70% des Erlöses. Hat der User die Anwendungen jedoch via Premium-Sms oder Internet-Abrechnung erworben, erhält der Entwickler plötzlich nur noch 40 bis 50 % des Erlöses, je nachdem wie teuer die Anwendung ist. Steuern kommen da noch hinzu.

Ovi Store: Mit Problemen zu kämpfen

Das Projekt Ovi hatte mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen als es gelauncht wurde. Die Server des Stores sind bei Launch zusammengebrochen, da der Ansturm an Besuchern einfach zu gross war. Dies führte zu Verbindungsabbrüchen, Verzögerungen und Fehlern. Zudem hatte der Store mit langsamer Bedienbarkeit und Trägheit zu kämpfen. Auch Entwickler hatten einiges an Kritik. So berichteten sie von Problemen bei der Registrierungsgebühr, den Verkaufsberichten usw. Des weiteren sind bereits zahlreiche Anwendungen genauso schnell wieder vom Store verschwunden, wie sie reingestellt wurden. All diese Turbulenzen führten dazu, dass sich Nokia auf seinem Ovi-Blog für die Unannehmlichkeiten entschuldigte. Nokia würde seine Server-Kapazität weiter ausbauen liess der Mobilfunkriese weiter verlauten.

Fazit: Alles Ovi?

Man wird sehen, in wieweit sich der Ovi Store als ernst zunehmende Konkurrenz gegen die Riesen Apple und Google etablieren wird. Zwar hatte Ovi zu Anfang Schwierigkeiten. Jedoch sollte das kein Maß für die Zukunft sein. Es bleibt abzuwarten, was passieren wird. Wettbewerb belebt ja bekanntlich das Geschäft.

Foto: Nokia