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Testbericht iPhone

By on 29. Juni 2007

Viel drin für viel Geld oder doch mehr Schein als Sein ?

Heute fällt in den USA der Startschuss für den Verkauf der ersten iPhones. Bereits seit Dienstag haben schon Einige vor den Applestores gecampt, um ja die ersten Exemplare zu ergattern. Jetzt stellt sich die Frage, ob der Hype gerechtfertigt ist, oder ob es nur ein großer Marketinggag ist. Ich hab einen Testbericht bei krone.at gelesen, dessen Ergebnis, naja, sagen wir mal, unzureichend ausgefallen ist. Ok, jetzt mögen manche vielleicht sagen, dass die Österreicher eh keine Ahnung haben. Den Test haben aber Technikjournalisten der NewYork Times, Wall Street Journal und der Washington Post durchgeführt.

Zuerst das Negative:

  • iPhone kann keine Videos aufzeichnen
  • iPhone hat nur eine Kamera mit 2 Megapixel
  • iPhone hat kein UMTS
  • iPhone kann die Speicherkapazität nicht erweitern
  • iPhone kann die iPod-Songs nicht als Klingeltöne benutzt.

Und jetzt das Positive:

  • iPhone – Bedienung einzigartig und zukunftsweisend
  • Klangqualität
  • iPod-Features und Blätterfunktion
  • Synchronisation mit Dateien aus Windows

Die Bedienung vom iPhone ist auf jeden Fall einzigartig und zukunftsweisend. Auf den berührungsempfindlichen Display scrollt man mit Wischbewegungen nach unten, zur Seite oder nach oben, oder zieht Bilder mit zwei Fingern, ähnlich wie mit der Maus am Computer, an den Ecken größer oder kleiner. Dreht man das iPhone in die Horizontale, wird das Display zum Querformat. Wie schnell und reibungslos das Kippen funktioniert, wurde nicht erwähnt.

Es ist nur eine physische Taste an der Oberfläche des Handys vorhanden. Drei weitere Tasten (Hold und On/Off-Knopf, Lautstärke und Mute) sind an den Kanten. Sieht schick aus, ist aber dadurch etwas umständlich. Der Zugang zu den insgesamt 16 Funktionen des iPhones wird dadurch etwas langatmig und umständlich, hier wären mehr Tasten hilfreich.

Wie oben schon erwähnt, ist wohl das größte Manko das fehlende UMTS. Der integrierte Safaribrowser soll aber, ähnlich wie auf einen „Mac“, super funktionieren. Die E-Mail-Unterstützung soll ebenfalls reibungslos klappen. Das integrierte Google-Maps mit GPRS-Ortung ist eine gute Idee, aus Mangel an echtem GPS aber keine wirkliche Navigationshilfe. Die von OSX bekannten Programme und Widgets funktionieren größtenteils super, aber eben nur dann, wenn man sich mit dem iPhone ins WLAN einloggt. Ist man auf GPRS oder EDGE-Verbindung angewiesen, vergeht der Spass.

Das iPhone unterstützt nur die Videoformate, die bei iTunes verwendet werden. Ein weiteres Problem macht Microsoft Office, Word- und Exeldateien lassen sich im iPhone öffnen, aber nicht bearbeiten.

Überragend funktionieren die iPod-Features und die aus iTunes bekannte Blätterfunktion. Die Klangqualität ist mit dem iPod identisch, um so unverständlicher, dass man die Songs nicht als Klingelton verwenden kann. Mit dem Akku kann  man bis zu 8 Stunden telefonieren und bis zu 250 Stunden im StandBy-Modus bleiben.

In den USA wird das iPhone nur mit dem Mobilfunkanbieter AT&T verkauft, der nur drei Tarifpakete im Angebot hat, bei denen der Hype ums iPhone im Preis berücksichtigt wurde. So kosten die Tarife 44,60 €, 59,50 € und 74,39 € pro Monat. Man hat aber auch in den Paketen auch noch verschiedene Vergünstigungen. Angemeldet wird das Iphone zuhause und nicht mehr im Laden.

Nach Europa soll das iPhone erst zum Ende 2007 kommen – pünklich zum Weihnachsgeschäft. Bis dahin hat Apple noch Zeit das iPhone zu überarbeiten, es mit UMTS auszustatten und noch einige andere Babykrankheiten zu beseitigen.